Interview mit dem SonntagsReport

Von Sönke Wieting

Surwold Am Freitag, 5. August, wurde in Surwold der derzeit jüngste HSV-Fanclub Deutschlands, „HSV Fanclub Surwold – Raute im Herzen“, aus der Taufe gehoben. Club-Vorsitzender Bernhard Fennen im Gespräch mit dem SonntagsReport über „verrückte HSV-Fans“, Fan-Gewalt und Hoffnung auf Konstanz beim Bundesliga Dino.

SonntagsReport: Herr Fennen, Sie und Ihre Mitstreiter haben den Gründungstag auf den 1. Spieltag der laufenden Saison gelegt, an dem der HSV prompt mit 1:3 gegen Meister Dortmund verlor. Ein schlechtes Omen?

Bernhard Fennen: Im ersten Moment schien es so zu sein. Die Punktausbeute war bis zur vergangenen Woche ja desaströs, aber ich denke, es wird langsam besser. Jetzt haben sie in Freiburg endlich wieder gepunktet. Am Gründungstag schlossen sich knapp 60 Mitglieder dem Verein an.

Wie viele sind es jetzt?

So um die 90, aber es werden stetig mehr. Abgänge hatten wir bis jetzt noch nicht (lacht).

Also echte Fans?

Ja, alle echt. Als HSV-Fan muss man in dieser Saison wieder leidensfähig sein (lacht).

Was macht den „HSV Fanclub Surwold – Raute im Herzen“ besonders?

Wir sind einfach ein verrückter Haufen. Also total HSV verrückt. Und wir sind ein sehr familienfreundlicher Verein, der mit Herzblut an den HSV glaubt.

Stichwort familienfreundlich – wie sieht das aus?

Der Zusammenhalt spielt eine große Rolle und Feiern sind natürlich auch geplant. Und unser Mitgliedsbeitrag ist mit Sicherheit familienfreundlich. Einzelne, Mitglieder bezahlen 12 Euro im Jahr – also 1 Euro im Monat. Für eine komplette Familie wird ein Jahresbeitrag von 24 Euro fällig. Und natürlich können Mitglieder bei D Sammelbestellungen des Vereins Fanartikel günstiger bekommen. Da kann man doch nicht meckern, oder? (lacht)

Was für Aktionen sind in diesem Jahr noch geplant?

Also, am 28. Oktober haben wir unsere erste Mitgliederversammlung. Das zweite Treffen haben wir auf den 25. November angesetzt. Wir wollen noch eine Weihnachtsfeier veranstalten und natürlich zu Spielen des HSV fahren.

Apropos Spiele – welche Begegnungen haben Sie denn ins Auge gefasst?

Das erste Spiel, zu dem wir als Verein fahren, ist das gegen den 1. FC Nürnberg am 15. Spieltag (das genaue Datum steht aufgrund der noch nicht ausgelosten DFB-Pokal-Paarungen noch nicht fest. – Anm., d. Red.). Aber wir wollen auch zu Auswärtsspielen, nach Hannover oder auf Schalke.

Wie groß ist Euer Kartenkontingent?

Wir haben 40 Karten bekommen für den C-Block in der Nordkurve und sitzen in den Reihen 14 und 15 schön eng beieinander.

Direkt im Fanblock? Die HSV-Fans hatten früher nicht den besten Ruf. Wie geht Ihr mit dem Thema Fan-Gewalt um?

Wir lehnen Gewalt kategorisch ab. Das Thema haben wir in unserer Satzung besonders heraus gestellt. Gewalt hat bei uns keinen Platz. Das schließt auch Pöbeln und alle andere Formen der Gewalt ein. Wir sind ein friedlicher Club, wollen Fußball gucken und Spaß an unserer Mannschaft haben.

Wo kann man sich über den Verein informieren? Und wie wird man Mitglied bei Euch?

Auf unserer Homepage kann man sich bequem über alles informieren. Da steht alles drin. Aber natürlich stehen wir auch persönlich für Fragen zur Verfügung. Über Sponsoren, die uns unterstützen wollen, würden wir uns natürlich auch freuen.

Nochmal zum Nürnberg-Spiel. Können da auch Nicht-Mitglieder mitfahren?

Ja, sicher, aber für die wird es dann ein bisschen teurer. Noch haben wir knapp 15 Karten übrig.

Wo steht der HSV am Ende der Saison?

Unter den letzten Acht. Das müsste erreichbar sein. Und hoffentlich bleibt der Trainer ein bisschen länger.

Ist Torsten Fink der richtige Mann?

Ja, ich glaube schon. Der ist jung, hungrig und will noch hoch hinaus.

 

Zur Sache

HSV-Fanclub Surwold – Raute im Herzen“
Gründung: 5. August 2011
Vorstand: Bernhard Fennen (Vorsitzender), Hermann Röwer (Schriftführer), Willi Hinrichs (Kassenwart), Alfred Freimuth (Festwartsprecher).
Vereinslokal: Gaststätte Ruhe, Hauptstraße 74, Surwold
Kontakt: Bernhard Fennen (04965-1559)
Internetauftritt: www.hsvsurwold.de

 

(aus SontagsReport, 23. Oktober 2011)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.